Titel NaturSpaß

Naturspaß

So., 24. Mai – Sa., 30. Mai 2020

Fünf Tage Waldbaden: Fünf Tagesetappen folgen wir dem Rothaarsteig über den Kamm des Rothaargebirges – durch Wald, durch Wald und durch Wald. Immer wieder eröffnen sich dabei Fernsichten und Panoramen. Zuletzt auf dem Gipfel des Kahlen Asten treffen wir noch einmal auf ein ganz eigenes, karges Landschaftsbild. Scheinbar abgeschieden von der Zivilisation – inmitten von Deutschland – steht aber doch die Welt auch hier nicht still. Der Wandel der Land­schaft ist auch im Rothaar­gebirge zu erkennen.

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Urwald und gutes Klima

So., 7. Juni – Sa., 13. Juni 2020

Fjordartig und in großen Schleifen mäandernd der Edersee durch die aus­ge­dehnten Wälder des National­parks Kellerwald-Edersee. Ent­lang dem „Urwald­steig“ und vorbei an alten Buchen und Eichen mit teil­weise skurrilen Wuchs­formen erreichen wir das Seeufer und lassen uns von der Aseler Fähre über­setzen. Oder wir durch­queren den See zu Fuß – bei Niedrig­wasser ragt hier die alte Aseler Brücke aus dem Wasser, die wie einst Atlantis in diesem Stausee unter­ging. Ange­legt wurde der Eder­see zur Wasser­ver­sor­gung des Mittel­land­kanals sowie zur Strom­ge­winnung. Die Energie­ver­sorg­ung bleibt auf dem weiteren Weg das Thema. Auf diesem liegt zu­nächst das Huge­notten­dorf Leckring­hausen. Vor über 300 Jahren fanden fran­zös­ische Glaubens­flücht­linge hier eine neue Heimat. Schließ­lich er­reichen wir Wolfhagen, eine Stadt mit klima­neutraler Strom­ver­sorgung aus erneuer­baren Energien aus der Region – ein Aus­sichts­punkt in die Zukunft.

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Titel Reformland

Reformland

So., 5. Juli – Sa., 11. Juli 2020

Weideflächen, Äcker und unzählige Streuobst­wiesen säumen die Route dieser LandPartie, die ebenso auch durch tiefe Laubwälder führt. Hier eröffnen sich von den Höhen reizvolle Fern­sichten über dieses sowohl topo­grafisch als auch geschicht­lich bewegte Land. Einer ganz besonderen historischen Spur folgen wir entlang dem „Schnee­hagen­weg“ von der „Jugend­burg Ludwig­stein“ zum Hohen Meißner, wo im Oktober 1913 über zwei­tausend Jugend­liche zum „Ersten Frei­deutschen Jugendtag“ zusammen fanden. „Walking for future“ würde vielleicht heute die Losung lauten auf den Wander­wimpeln der Jugend­bewegten – gemein­sam war ihnen die Begeister­ung für ausge­dehnte Wanderungen auf ihrer Suche nach einer Reform des über­kommenen Lebens. Auf heutige Reform­be­wegungen stoßen wir in Witzen­hausen. Dort folgen wir einem Bio­land­wirt durch die Äcker und besuchen den Bioland-Demon­strations­betrieb Gut Fahren­bach. Die erste Professur für öko­log­ischen Landbau wurde hier von der Universität Kassel einge­richtet und schon ist die Rede von der „Bio-Region im Werratal“: Zukunft zum Durchwandern.

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Titelfoto Fieberland

Fieberland

Sa., 11. Juli – Fr. 17. Juli 2020

In weiten Schleifen und vorbei an kleinen Dörfern schlängelt sich die Werra durch die sanft bewegte Topo­graphie. Doch Schönheit und Schrecken liegen hier dicht bei­sammen: So etwa ent­wickelte sich die einstige inner­deutsche Grenze zum „Grünen Band“, zu einem Rück­zugs­raum für seltene Tier- und Pflanzen­arten. Wir streifen dieses europa­weit einzig­artige Biotop-Verbund-System, stoßen dabei aber auch auf Relikte des alten Kolonnen­wegs, auf dem die Grenz­soldaten stets schuss­bereit patrouil­lierten. Von ganz anderem Kaliber ist die „Monte Kali“ genannte Halde bei Heringen, ein 100 bis 250 Meter hoch auf­ge­schütteter „Berg“ aus bloßem Salz, Rest­produkt der Kali­ge­winnung. Hoch oben auf dessen Plateau drängen sich uns un­wei­gerlich Fragen auf zur Landschaft und Gefährdung der Umwelt. Zugleich führt unser „Gedanken­gang“ immer wieder auch durch über­raschend schöne Wander­land­schaften, bei­spiels­weise ab Hörschel bis Eisenach ent­lang dem Rennsteig, einem der belieb­testen Fern­wander­wege Deutschlands.

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Titelfoto StadtLand

Statt Land StadtLand

So., 23. Aug. – Sa., 29. Aug. 2020

Schon Goethe, Schiller, Humboldt und Heinrich Heine besuchten das tief ein­ge­schnittene Schwarza­tal im Nord­osten des Thüringer Waldes und unge­zählte Wanderer und „Sommer­frischler“ taten es ihnen gleich. Auch diese LandPartie folgt der von steilen Hängen einge­rahmten Schwarza, ver­läuft für einige Etappen ent­lang dem „Panorama­weg Schwarzatal“, bis zum legendären Rennsteig. Nicht fehlen darf eine Fahrt mit der restau­rierten Oberweiß­bacher Bergbahn, einer alten Stand­seil­bahn, die uns fast lautlos auf die Hoch­ebene um Ober­weiß­bach bringt. Mehrfach kommen wir durch Dörfer und kleine Städte und stoßen dabei immer wieder auf Häuser mit typischer Sommerfrische-Architektur. Nicht wenige von diesen stehen jedoch leer – die Region ist konfron­tiert mit Einwohner­rückgang. Experi­mentelle Projekte versuchen als Ausweg neue Stadt-Land-Beziehungen zu entwickeln – und sind dabei so sehenswert wie das Idyll von einst.

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Titelfoto Erinnerungslandschaften

Erinnerungslandschaften

So., 27. Sept. – Sa., 3. Okt. 2020

Diese LandPartie folgt unterschiedlichen Erinnerungs­spuren: Zunächst führt die Wanderung durchs Gessental bis zur „Neuen Landschaft Ronneburg“, einem weit­läufigen Bundes­garten­schau­gelände auf einstigem Uranerz-Bergbau­gebiet. Die markante Landschafts­architektur ist beein­druckend, auch Jahre nach der Ausstellung, die damals eineinhalb Millionen staunende Besucher anlockte. Jedoch schlummert unter der jungen Grasnarbe die „Ewigkeits­last“ der Uranbergbau-Sanierung: Die sowjetische Atom­rüstung während des Kalten Krieges hat hier Bleibendes hinter­lassen.
In der durch­wanderten Landschaft mit ihren kleinen Dörfern stoßen wir ebenso auch auf Spuren der oftmals ideali­sierten Großeltern­landschaft. Deren sozialen Hinter­gründe und historischen Gerät­schaften finden wir im Deutschen Land­wirt­schafts­museum im Schloss Blankenhain aus­gestellt und mit einer „Langen Nacht des Bauern­films“ schlagen wir von hier aus einen Bogen zu Landschaften in anderen Teilen Europas.

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Bereits durchgeführte LandPartien

 

Kohle ohne Ende?

(So., 6. Okt. bis Sa., 12. Okt. 2019) Wiederholung geplant für 2021

Ein Wechsel aus Schönheit und Schrecken: Die Sehenswürdigkeiten dieser LandPartie entdeckt man eher auf den zweiten Blick. Auffällig sind hingegen die Großkraftwerke, die Stromleitungs-Trassen und Windräder. Neben diesen markanten Orientierungspunkten zeigt die flache Horizontlinie auch vom Kohlebergbau aufgehaldete Berge und weite Löcher. Kurz: Die Kohle bestimmt hier die Landschaft – und das Denken. Was aber bedeutet es für die „Landkultur“, wenn vielleicht schon bald die Kohle alle ist – der Bergbau stillgelegt wird? Und lässt sich eine solche Region noch beschreiben als „ländliche Region“? Wandernd nehmen wir eine Spur auf und stoßen dabei auch auf ganz eigene landschaftliche Schönheiten.

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Titel LP1

Durch Wald und über Erz

(So., 1. Sept. bis Sa., 7. Sept. 2019) Wiederholung geplant für 2021

„Sie finden Nachhaltigkeit modern? Wir auch – seit 300 Jahren.“ So lautet ein Slogan der Forstwissenschaft der TU Dresden, die in Tharandt den 1811 gegründeten Forstbotanischen Garten betreut. Zwischen dessen etwa 1700 Gehölzarten erfahren wir von den frühesten Wurzeln für eine „continuierliche und beständig nachhaltende Nutzung“ – dass man also nicht mehr Holz aus den Wälder entnehme, als in gleicher Zeit nachwachse. Heutigen Ansätzen für eine „enkeltaugliche Landwirtschaft“, etwa Saatgutvermehrung und Getreidevielfalt in der Küche, begegnen wir auf der Johannishöhe Tharandt. Die Fähigkeit empathischen Denkens und Handelns und ihre Bedeutung für Nachhaltigkeit sind thematischer Fokus dieser Landpartie.

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